Einträge mit dem Tag: Fußball


Erdmännchen-WM

Petra guckt WM. WM-Banner.Heute ist es so weit: Die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien geht an den Start! Das ZDF überträgt die Eröffnungsfeier ab 19:55 Uhr, und dann um 22:00 Uhr das Eröffnungsspiel Brasilien gegen Kroatien. Aber nicht nur die Menschen kicken, sondern auch Erdmännchen. Zumindest im Schaufenster des kleinen Kölner Wollgeschäfts Wollschaf Charlotte:

Donnerstag, 12. Juni 2014

Das Wollschaf Charlotte. Schaufenstergestaltung mit fußballspielenden Erdmännchen.

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Angela Lehmbach. Collage von Petra A. Bauer.

Angela Lehmbach verkauft in ihrem Laden in der Zülpicher Str. 268 nicht nur Wolle und Accessoires, sondern lädt auch regelmäßig zum Stricktreff. Dieses Posting ist übrigens nicht gesponsert - ich fand die Idee nur so niedlich und äußerst passend für die WM-Abteilung dieses Fußballblogs.

Mögen die Deutschen Spieler so enthusiastisch spielen, wie die gestrickten Erdmännchen aussehen, und dabei viele Tore machen. Wir wollen endlich den vierten Stern!

Und bis es so weit ist, solltet ihr öfter mal in die Fußballhymne Weltmeisterzeit reinhören :-)

P..S: Habt ihr auch originelle WM-Schaufenster-Dekorationen entdeckt? Falls ihr darüber gebloggt habt, könnt ihr das gerne in den Kommentaren verlinken. Ansonsten könnt ihr die Fotos auch an .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen) schicken und ich feature sie hier im Blog - natürlich mit Link auf euch.

WM 2014 - Spielplan

Petra guckt WM. WM-Banner. Noch genau eine Woche bis zum Eröffnungsspiel der WM 2014. Doch das Turnier ist bereits jetzt eine Zitterpartie. Damit meine ich nicht nur die von Verletzungssorgen geplagte Deutsche Mannschaft. Kürzlich hörte ich, dass die Stadien noch immer nicht fertig sind. Eine Zuschauertribüne in Sao Paolo sieht aus, wie ein provisorisches Baugerüst (und ist wohl auch in etwa so stabil), das zum Spiel mit einer großen Decke verhängt werden soll. Prost Mahlzeit. Aber hier für euch trotzdem mal der Spielplan, in der Hoffnung, dass alle Begegnungen ordnungsgemäß stattfinden können:

Donnerstag, 05. Juni 2014

WM-Spielplan. Grafik: ©_wladi_-_Fotolia

Grafik: ©_wladi_-_Fotolia

Und für diejenigen, die gerade keine Lupe in Griffweite haben, hier nochmal alles per Hand aufgeschrieben:

WM 2014. 1. Spieltag der Vorrunde.

2. Spieltag

WM 2014 - Vorrunde - 3. Spieltag

(weitere Spieltage folgen - work in progress)

Imtech-Arena en miniature

Ich wünsche allen Lesern des Autorenblogs - und heute auch allen Fußballfans - ein fantastisches neues Jahr! Unser 2014 begann schon sehr gut: Wir sind mit dem Hubschrauber über die Imtech Arena geflogen ;-)

Samstag, 04. Januar 2014

Imtech Arena im Miniatur Wunderland

Foto: Petra A. Bauer. Imtech Arena im Miniatur-Wunderland

Nur ein Witz. Schaut mal genauer hin: Sieht aus, wie das Stadion des HSV, ist auch nach den Plänen gebaut, aber es ist die Mini-Ausgabe. “Nur” ein Modell.  Wir waren nämlich am 2. Januar im Miniatur Wunderland in der Hamburger Speicherstadt. Obwohl wir ja bekanntlich keine HSV-Fans sind (hätten die nicht wenigstens das St. Pauli Stadion am Millerntor nachbauen können? *g*), war es wirklich sehr beeindruckend. Es lief auch ein Spiel gegen St. Pauli :-)

Allerdings kamen die St. Paulianer nicht gut dabei weg. Sie wurden heftig geschlagen. Und das, trotz des sympathischen Transparents in der St. Pauli-Gästekurve:

St. Pauli Gästekurve im Miniatur-Wunderland

Foto: Petra A. Bauer. St. Pauli Gästekurve im Miniatur-Wunderland

Ich finde es einfach gigantisch, was die Mitarbeiter für eine Fummelarbeit geleistet haben, mit den ganzen Männchen. Und überhaupt ist die ganze Konstruktion super. Nur Pyro fehlt ;-)

Gästekurve der Imtech Arena im Miniatur Wunderland

Foto: Petra A. Bauer. Gästekurve der Imtech Arena im Miniatur Wunderland

Wir waren jedenfalls sehr begeistert, nicht nur von der Nachbildung der Imtech-Arena.

By the way: Sehen wir uns dort am 8. Februar? HSV - Hertha. Und da sieht das Ergebnis dann hoffentlich nicht aus, wie auf dem Foto oben ;-)

Alles Liebe

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Das Wunder von Dortmund: Hertha besiegt den BVB! 1 : 2

Samstagmorgen, 5:50 Uhr, der Wecker klingelt und holt mich aus dem Vollkoma. Wenn die Kinder nicht wären, ich wäre in dem Moment wohl liegen geblieben. Ich hab nicht gezählt, wieviel tausend Kilometer ich in 2013 zu Hertha-Auswärtsspielen quer durch die Republik gefahren bin. Und nun ne Klatsche in Dortmund abholen. Ächz. Wieder das andere Ende von Deutschland. Andererseits ist die Borussia mein zweitliebster Bundesligaverein hinter Hertha. Woran sicher Jürgen Klopp die Schuld trägt, ich gebe es ja zu. Und weil ich ja irgendwo schon noch ein Mädchen bin, liebe ich auch die Farben. Schwarz-Gelb, einfach geil. Ok, dann stehe ich halt auf.

Sonntag, 22. Dezember 2013

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Die “Wand” im Signal-Iduna-Park hatte ne sehr coole Choreo

Wir fahren um zwanzig nach sieben los, wer weiß, wieviel Staus uns auf der A2 erwarten. Aha, genau gar keine. Ups, nach vier Stunden haben wir die Strecke Berlin - Dortmund bewältigt, und dabei bin ich nicht mal besonders schnell gefahren. Geblitzdingst wurde ich trotzdem, weil ich eine doppelte Reihe LKWs überholen musste, vielen Dank auch.

Trotz Futterpause am Dortmunder Stadtrand, waren wir zweieinhalb Stunden vor Anpfiff im Stadion. Viel Zeit um sich auszumalen, wie es ohne Thomas Kraft im Tor wohl laufen würde. Immerhin ist Marius Gersbeck, die Vertretung, gerade mal 18 und hat null Erfahrung. Genau genommen ist es sein Debüt bei Hertha im Tor. Beim Warmmachen beäugten nicht nur wir den “Kleenen” skeptisch, sondern auch Jürgen Klopp stand mitten auf dem Feld und sah, wie geschickt unsere Nummer 35 jeden Ball souverän fing.


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Vor dem Spiel blieb noch reichlich Zeit, um sich über den Spielausgang Sorgen zu machen. Foto: Michael Bauer


Für den Keeper Marius Gersbeck ging ein Kindheitstraum in Erfüllung. Sonst steht er nämlich als Zuschauer in der Gästekurve (und zu Hause natürlich in der Ostkurve).

Die Dortmunder Südtribüne war lauter als alles, was ich auswärts bisher gehört habe. Aber nicht umsonst ist der Ruf der “Wand” legendär. Wen es interessiert: es gibt eine sehr schöne Dokumentation darüber auf DVD: Wir, die Wand*. Ich hab sie kürzlich im Fernsehen gesehen und weiß nun endlich auch wer “Borsti” ist. Sein Banner kann man ja überall am Spielfeldrand sehen, egal wo der BVB auch spielt.

Jedenfalls haben wir tapfer gegen den Borussengesang angesungen. Dabei hätte ich gerne mehr von der Atmosphäre “drüben” mitbekommen, denn wie gesagt: ich bin ja schon auch BVB-Fan. Und beinahe hätte ich gedacht, dass ich deswegen auch ein Unentschieden gut finden würde. Wobei ein Unentschieden ja bei den gestrigen Rahmenbedingungen eher illusorisch war.

Ich hätte mir jedoch gar keine Gedanken machen müssen, denn spätestens nach 7 Minuten war wieder sehr klar, für wen mein Fußballherz schlägt: Der arme Marius Gersbeck bekam von Reus einen Ball in die Hütte gezimmert und sah bei der Aktion auch gar nicht mal so gut aus. Oje, das gibt ne zweistellige Packung!, dachte sicher nicht nur ich. Aber die Hertha packte mit einem Mal ihren Kämpfergeist aus. Und spätestens, als Ramos den Ausgleich schoss, war auch bei mir keine Rede mehr von “Unentschieden wär eigentlich gut”. Nix da. Wir haben die Chance beim großen BVB zu gewinnen, und wir werden sie nutzen! Schließlich haben wir gegen Bayern 1:0 geführt und hätten dort tatsächlich gewinnen können. Wir sahen auch gegen Leverkusen sehr gut aus. Wieso sollte es also nicht möglich sein, die Borussia einzusacken? Zumal Gersbeck plötzlich supergut hielt, als wollte er seinen Fehler ausradieren. Den BVB unterstützen kann ich ja später wieder. Wenn sie nicht gegen Hertha spielen.

War ich beim 1:1 schon am Quieken, so bin ich beim 2. Tor von Hertha vollends ausgeflippt. Wir führen! In Dortmund! Bei Jürgen Klopp und dem tollen Team! Kurz drauf der Halbzeitpfiff. Wow!

In der zweiten Hälfte ging es dann ziemlich zur Sache und ich habe garantiert einen Satz graue Haare angelegt. Das Hertha-Gehäuse direkt vor der Nase, konnte ich gar nicht anders, als meine Umgebung mit dem Torverhinderungs-Voodoo zu nerven. Immer, wenn ein direkter Angriff auf unseren Kasten begann ging es los: “Nein, nein. Kein Tor. Keeiin Tor! Neinnein! NEIN!” Und dann immer das Aufatmen.

Der absolute Knaller war aber die Nachspielzeit. Vier Minuten, ok. Wie ein weichgekochtes Ei, aber wir wollten uns nicht weichkochen lassen. Anscheinend wollte sich Schiedsrichter Gagelmann dann aber doch dafür rächen, dass ihn einige Trottel aus unserer Kurve schon vor Spielbeginn, als er mit den anderen drei Schiris im Anzug übers Feld spazierte, mit dem F-Wort bedachten, und ich meine das mit den fünf Buchstaben. Oder er hatte auf Untentschieden gewettet, jedenfalls hatten wir alle den Eindruck, er wollte erst abpfeifen, wenn der BVB doch noch den Ausgleich schafft.

Aber die Hertha wehrte sich und ich war mit meinem Voodoo schon fast am Ende, als endlich, endlich der Abpfiff kam. Das Unfassbare war geschehen: Hertha hatte den BVB besiegt!

Yeeeeeaaaaahhhh!

GrafikWas für ein geiles, unterhaltsames, spannendes Spiel! Und wie süß, als Marius Gersbeck über den Zaun in die Gästekurve kletterte, sich das Megaphon von Heidi (unserem Capo) schnappte und lautstark mitfeierte. Großartige Leistung, Kleener! Applaus, Applaus, Applaus! Leider mit der iPhone4-Kamera kaum zu erkennen, aber ich hab es trotzdem mal hier dazugetan.


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Die Herthaner bedanken sich bei ihren Fans und umgekehrt

Die Pressekonferenz


Heute Morgen haben wir dann die Pressekonferenz geschaut. Jos Luhukay (danke für alles übrigens!) war selbstverständlich happy und stolz darauf, was seine Jungs alles zustande gebracht haben. Und dann Jürgen Klopp. So habe ich ihn noch nie gesehen. Ein Häufchen Elend sieht dagegen nach Extasy-Trip aus. Da tut es einem ja fast schon leid, gewonnen zu haben. Aber nur fast ;-)

Jedenfalls war es nicht so gedacht, dass der gegnerische Trainer beinahe zum “Träner” wird. Jetzt ist ja auch erstmal Winterpause. Danach wird es auch für Dortmund wieder besser.

Kopf hoch, Kloppo! Das wird wieder. Und dich kann sowieso niemand feuern, sonst ist die Hälfte der BVB-Fans nämlich auch weg ;-)

Und für alle, die die PK nicht gesehen haben, habe ich sie hier nochmal für euch:

 

Pressekonferenz nach dem Spiel am 21.12.2013 mit Jos Luhukay und Jürgen Klopp.

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Danke, BVB! Wir kommen gerne wieder. Die BVB-Fans waren auch nach dem Spiel echt nett zu uns. So soll Fußball sein - spannend und fair! Das war ein tolles Weihnachtsgeschenk :-)

Und unseren Jungs von der Hertha wünsche ich natürlich auch eine schöne Winterpause. Euch, euren Familien, meinen Lesern und allen Fußballfans schöne Weihnachten und einen guten Rutsch in ein geiles 2014!

Alles Liebe

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* Affiliate Link


 

 

 

Geilstes Spiel ever live in der Arroganz-Arena

Das Schicksal von Fußballfans ist die häufige Verwendung des Konjunktivs, gerne in Verbindung mit den Worten "Schiri", sowie "Pfosten" oder "Latte". Dem Lattenknaller gegen das Bayern-Tor, der - 10 Zentimeter tiefer angesetzt und somit unhaltbar für Neuer - Hertha 2:0 in Führung gebracht hätte, wurde jedenfalls in der Halbzeitpause und nach Spielende heftig nachgetrauert. Denn Hertha hatte die sonst so übermächtigen Bayern gut im Griff. Das Wunder schien nahe. Doch der Bayerndusel heißt ja nicht umsonst nicht Herthadusel und da Hertha bei den Schiris ohnehin unbeliebt ist, blieb das Wunder leider aus, obwohl es zum Greifen nah war. Impressionen einer Auswärtsfahrt:

Freitag, 01. November 2013

Der Tag begann früh:

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Um halb sechs bin ich raus, weil ich morgens immer noch ne Runde meine Ruhe & nen Kaffee brauche, bevor ich mich in den Tag stürze. V.a. wenn er mit zehn oder elf Stunden Autofahrt einhergeht. Allerdings ist das nichts gegen die Mini und ihren Freund - die sind nämlich um 3:00 Uhr aufgestanden, weil der Zug nach Gelsenkirchen nicht auf sie gewartet hätte. Sie sind der Hertha gestern mal untreu geworden, um den BVB gegen die Schalker zu unterstützen.

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Das Phönchen kündigte 23°C für München an, aber morgens in Berlin war es eher unlustig:

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Aber das Wetter besserte sich, und viel schneller als erwartet, waren wir in München:

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Und das Beste: Es waren tatsächlich 23°C und strahlender Sonnenschein. Wir haben kein bisschen gefroren, und das ist das Schönste, was man über das Wetter Ende Oktober sagen kann (dass ich zwei Tage danach ne fette Erkältung hatte - so what? Einmal im Jahr erwischt es mich eh immer).

Vor der Allianz Arena

Das folgende Foto hat vermutlich Seltenheitswert, weil Getränke im Stadioninnern nämlich verboten sind. Wieso man uns dann erst damit reingelassen hat, war nicht nur dem Stadionfuzzi ein Rätsel, der uns erst rausschmeißen wollte, dann aber penetrant neben uns stehenblieb, bis wir ausgetrunken hatten. Ergebnis: Mir war schlecht. Ich kann immer nur am Anfang schnell trinken. Nach einem halben Glas / Becher, nehme ich nur alle paar Minuten einen Schluck. Genusstrinken halt, egal ob Wasser, Limo (bäh, eklig süß), Bier, Wein, whatever.

Weiterer negativer Effekt: Da es noch eine Stunde bis zum Spiel dauerte, klebte mir irgendwann die Zunge am Gaumen fest, ich wollte mich aber auch nicht mit einem Getränk alleine auf den Gang stellen. Ganz großartig.

Getränke sind in der Allianzarena verboten

Während der Wartezeit drang ständig Torjubel aus meiner Hosentasche. Ich habe (um meine Familie ein bisschen zu ärgern, glaube ich *g*) bei iLiga die Infos über Fortuna Düsseldorf abonniert. Leider passierte da gegen Paderborn nix Gutes:

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Am Ende stand eine bittere 1:6-Niederlage der Fortunen vor heimischer Kulisse, wie Sportreporter ja immer zu sagen pflegen. Tat mir echt leid, aber meiner Familie und dem Stadionsprecher in der Arroganz Arena auch nicht:

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Schon vor dem Spiel haben wir die Hertha angefeuert und die Bayern wedelten energisch mit ihren Fahnen dagegen an:

IMG 9609 from Petra A. Bauer on Vimeo.

Ob wir das Wunder schaffen könnten?

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Hertha wirkte von Beginn an hochmotiviert. Und nach wenigen MInuten geschah das, was ich mir gewünscht hatte, aber selbst kaum glauben konnnte:

Hertha führt

Kurz darauf dann der eben erwähnte Lattenknaller.

Latte

Hertha war wild auf den Sieg bis in die Haarspitzen. Sie störten früh und machten den Bayern das Leben schwer. So muss Fußball sein!

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Von oben im Gästeblock war nicht zu sehen, dass Kroos und Robben verletzt waren. Leider wurde Mario Götze eingewechselt und da ist er dann auch, der Konjunktiv: Hätte der Schiri nicht falsch herum entschieden, wäre dieses überflüssige Tor mit Sicherheit nicht gefallen:

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So gingen wir, anstatt verdient mit 2:0, leider mit blödem 1:1 in die Halbzeit. Die Stimmung unter den Herthafans war trotzdem gut. In der Bierholepause waren alle gut drauf:

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Leider ging es blöd weiter. Aus unserer Sicht sah es zumindest aus, als hätte Mandzukic im Abseits gestanden, aber das hatte Hosogai leider nicht bemerkt und hat das Abseits aufgehoben. Aber selbst wenn das 2:1 ein Abseitstor gewesen wäre - der Schiri hätte es mit Sicherheit trotzdem gegeben. Kennt man ja.

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Boah, das braucht doch kein Mensch. Noch so ein doofes Tor. Kraft haut wütend dreimal auf den Rasen und tritt gegen den Pfosten.

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Ganz ehrlich: Was mich immer am meisten trifft, ist der Torjubel der gegnerischen Fans. Das ärgert mich viel mehr, als das Tor selber und mehr als der Jubel der Mannschaft. Vor allem bei so einem Team. Weil man den Eindruck hat, dass die Arroganz wieder voll durchschlägt (nicht, dass wir das nicht auch könnten. Wir singen ja nicht umsonst: “Kniet nieder, wenn die Hauptstadt kommt” *g*). Es gibt Mannschaften, denen ich das durchaus gönne, aber doch nicht dem Fußball-Feindbild Nr. 1! Auch wenn ich zugeben muss, dass sie wirklich Traumfußball spielen. Bis auf Samstag den 26. Oktober. Da nicht. Da war Hertha spielerisch besser.

Aber da Beschwörungsformeln und ein bisschen Voodoo noch nie geschadet haben, kam der Anschlusstreffer unserer Hertha mit Ansage von mir:

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Ehrlich, wenn ich das hier nochmal so lese (hab das Posting erst am 2.1.. zuende geschrieben): ich habe WIRKLICH in meinem Leben noch nicht so gekreischt. Es ist schon faszinierend, was Fußball aus einem machen kann. Es macht wirklich richtig Spaß!

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Leider hat es dann am Ende doch nicht gereicht, aber es war trotzdem mit Abstand das beste Herthaspiel. Auch wenn wir am 10.8. sechs Tore gegen Frankfurt geschossen haben. Aber der FCB ist halt ein anderer Gegner und wir sahen so gut aus dabei!

Menno, HERTHA BSC war klar besser, das hätte ich nicht mal zu träumen gewagt, obwohl, doch, ja, ich bin schon vorher davon ausgegangen, dass sie unglaublich motiviert sein würden. Hauptgesprächsthema in der Halbzeit und nach dem Spiel war, wie gesagt: “Wäre doch der Lattenknaller 10 cm tiefer gewesen!” Dann hätten sie die drei Punkte auch mitgenommen. Zu ärgerlich, dass der FCB dann in der nächsten Woche wohl den HSV-Rekord der ungeschlagenen Heimspiele einstellen wird. Das hätten wir verhindern können.

Aber echt interessant, die Bayern-Fans sind ja insgesamt so emotionslos, dass es da nicht mal einen getrennten Eingang für die Gästefans gibt. Die Ordner waren irritiert, als wir danach fragten. Komische Leute. Und Bayern ist immer noch nicht überdacht (von wegen Otto Waalkes und Irrenanstalt).

Liveblogging zum Spiel (mit einem meiner Fotos von der Ankuft an der Arena) gab es übrigens hier:
Schade: Hertha unterliegt trotz starker Leistung beim FC Bayern mit 2:3

Übrigens: unter ich-hab-ein-fussballteam-zu-supporten.de kommt ihr bislang nur auf die Kategorie FUSSBALL in writingwomans Autorenblog, bis das richtige Blog fertig ist.

Und am nächsten Samstag (2.11.) empfangen wir Schalke 04 im Olympiastadion. Ich hoffe, die Gelsenkiiiiiierchener kriegen so richtig auf die Mütze. Selbstbewusst genug sollte Hertha jetzt sein :-)

Ha! Ho! He!

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Ich blogge über Fußball

GrafikDas hättet ihr nicht gedacht, was? Ich tue dies im Rahmen der Texttreff-Blogwichtelaktion, und zwar ausgerechnet in einem HSV-Blog ;-) Mehr über die Aktion erfahrt ihr hier. Den Weg zu allen bisher erschienenen Blogwichtel-Postings findet ihr im Texttreff-Blog.

Samstag, 17. Dezember 2011

Mein Gastbeitrag bei Manon Garcia heißt Ha, ho, hä? Ich wisst ja, ich bin Berlinerin :-)
Und Pabbles durfte auch wieder mitspielen:

PabblesFußball_fertig

2. Liga - na und?

Was ein echter Fan ist, der hält auch nach dem Abstieg zu Hertha :-)

Sonntag, 23. Mai 2010

Kind 3 hat das Schild ins Fenster gehängt, als der Abstieg im Prinzip klar war. Tapfer.
Und überhaupt: Ist ja nur für eine Saison.

Über dieses Blog

Wieso schreibt writingwoman / bauerngartenfee / mamaimjob jetzt noch über Fußball? Und wieso dieser seltsame Domainname? In diesem Posting, das mitnichten von 2010 ist, sondern von 2014 (und nur vordatiert wurde, damit es als erster Eintrag im Blog steht), werdet ihr alles Wissenwerte darüber erfahren. Wenn ihr noch mehr wissen wollt, könnt ihr eure Fragen auch einfach in der Kommentarsektion loswerden.

Freitag, 14. Mai 2010

Fangen wir mit der einfacheren Frage an:

Weshalb diese lange, komplizierte URL?

Es handelt sich um ein Zitat aus einem Song von Thees Uhlmann. Kennt ihr nicht? Das war der Frontmann der Hamburger Band Tomte, bis er sich entschloss, alleine weiterzumachen. Und wenn ihr Tomte auch nicht kennt, dann habt ihr aber zumindest von den Toten Hosen gehört. Und auf deren “Bergfest” der Krach der Republik-Tour im Juni 2013 im Kölner Rhein-Energie-Stadion, hörte ich Thees Uhlmann zum ersten Mal. Und der Refrain seines Songs 17 Worte ließ mich aufhorchen:

Wir singen, um uns zu erinnern
Meine Wahrheit in 17 Worten
Ich hab ein Kind zu erzieh’n
Dir einen Brief zu schreiben
Und ein Fußballteam* zu supporten

*Thees Uhlmann ist Fan vom FC St. Pauli. “Das hier ist Fußball” ist das Lied, das er für den Verein geschrieben hat.

“Jau, hab ich auch!”, dachte ich. Aber das war nicht immer so. Eigentlich noch gar nicht sooo lange. Im Grunde, seit ich die Dauerkarte meines Mannes übernommen hatte. In der Zweitligasaison langen die Spiele oft außerhalb des Wochenendes und da war er halt nicht in Berlin. Die Kinder standen damals schon in der Ostkurve. Natürlich auch mit Dauerkarte.

(Wenn euch die URL zu lang ist, könnt ihr auch einfach www.fussball-fee.de in die Browserzeile tippen)

Irgendwann kam von der Jüngsten zum ersten Mal die Frage, ob sie zu einem Auswärtsspiel fahren dürfe. Also schwang sich “Muddan”, wie ich von ihr liebevoll genannt werde, ins Auto und karrte sie und ihre Geschwister durch die Republik. Die Fragen und Fahrten häuften sich, und dann saß ich eines Tages um 3:00 Uhr früh in Berlin (und zwar in dem Berlin im US-Bundesstaat New Jersey) im Nachthemd an dem klapprigen Rechner in der Hotellobby und versuchte, genügend Tickets für das Spiel gegen St. Pauli zu ergattern. Spätestens dann war klar: In der nächsten Saison musste ein Auswärtsabo her. Was heißt eins? Vier! Drei Kinder und ich.

Ich fuhr nämlich schon lange nicht mehr nur als Mama-Langstreckentaxi mit, sondern hatte tatsächlich mein Herz an die Alte Dame Hertha verloren. Die Atmosphäre im Gästeblock bzw. in der Ostkurve, in der ich inzwischen auch hin und wieder auftauche, zieht mich einfach total in ihren Bann.

Dabei war es genau das, was mich früher gegruselt hatte. Ich erinnere mich an eine Saison, da war Blau-Weiß 90 in der Ersten Liga. Erinnert sich noch jemand an die? Ich ging mit meinem Mann und einem Kumpel ins Olympiastadion (da war es noch nicht umgebaut), und das Gebrüll und die Gesänge aus der Kurve verursachte mir Gänsehaut. Allerdings keine positive wie heute. Stattdessen musste ich die ganze Zeit ans Dritte Reich denken (vielleicht hatte die Architektur des Stadions auch ihren Anteil daran). Mir wurde die Macht klar, die eine große Gruppe von Leuten hat, und der man sich nur schwierig entziehen kann. Die dann alle “Ja!” brüllen, wenn jemand fragt: “Wollt ihr den totalen Krieg?”

Wisst ihr, was ich meine? Mir war das jedenfalls total unheimlich. Aber das war irgendwann in den 90ern und da hatte ich gar keine Beziehung zu all dem. Mehr zu meinem fußballrelevanten Vorleben könnt ihr hinter dem “weiterlesen” Button lesen.

Warum nun also dieses Fußballblog?

Weil meine Begeisterung (oder der Frust, je nachdem) ein Ventil braucht. Natürlich kann ich im Stadion jubeln oder meckern, aber vermutlich ist es eine Autorenkrankheit, das auch schriftlich verarbeiten zu wollen. Und da meine Verbandelung mit Hertha BSC aus diversen Gründen immer enger wird, bin ich froh, dass ich diese Plattform und die Möglichkeit habe, um mich auszutoben und euch hoffentlich auch möglichst lebendig daran teilhaben zu lassen. Und wer weiß, was sich noch so aus diesem Blog entwickelt. Ich habe jedenfalls einiges vor und hoffe, ihr begleitet mich dabei.

Wer hier allerdings nüchterne Spielberichte erwartet, wird enttäuscht sein. Das ist nicht meins. Ich bin kein Fußballexperte, ich bin Fan. Und reine Spielberichte - das posten schon genügend andere, die weniger blind sind und die einzelnen Spieler auf dem Feld besser erkennen ;-) Hier gibt es mehr so Rund-ums-Spiel-Erlebnis-Reiseberichts-Emotions-Schilderungen.

Und für den Fall, dass Manons HSV-Blog mitsamt meinem Fußball-Gastbeitrag mal aus dem Internet verschwinden sollte, habe ich hier (mit googlefreundlichem Blockquote) den Text für mich und euch konserviert. Am 17. Dezember 2011 schrieb ich dort zum Thema Petra & ihr fußballerisches Vorleben nämlich folgendes:

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