Geilstes Spiel ever live in der Arroganz-Arena

Das Schicksal von Fußballfans ist die häufige Verwendung des Konjunktivs, gerne in Verbindung mit den Worten "Schiri", sowie "Pfosten" oder "Latte". Dem Lattenknaller gegen das Bayern-Tor, der - 10 Zentimeter tiefer angesetzt und somit unhaltbar für Neuer - Hertha 2:0 in Führung gebracht hätte, wurde jedenfalls in der Halbzeitpause und nach Spielende heftig nachgetrauert. Denn Hertha hatte die sonst so übermächtigen Bayern gut im Griff. Das Wunder schien nahe. Doch der Bayerndusel heißt ja nicht umsonst nicht Herthadusel und da Hertha bei den Schiris ohnehin unbeliebt ist, blieb das Wunder leider aus, obwohl es zum Greifen nah war. Impressionen einer Auswärtsfahrt:

Freitag, 01. November 2013

Der Tag begann früh:

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Um halb sechs bin ich raus, weil ich morgens immer noch ne Runde meine Ruhe & nen Kaffee brauche, bevor ich mich in den Tag stürze. V.a. wenn er mit zehn oder elf Stunden Autofahrt einhergeht. Allerdings ist das nichts gegen die Mini und ihren Freund - die sind nämlich um 3:00 Uhr aufgestanden, weil der Zug nach Gelsenkirchen nicht auf sie gewartet hätte. Sie sind der Hertha gestern mal untreu geworden, um den BVB gegen die Schalker zu unterstützen.

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Das Phönchen kündigte 23°C für München an, aber morgens in Berlin war es eher unlustig:

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Aber das Wetter besserte sich, und viel schneller als erwartet, waren wir in München:

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Und das Beste: Es waren tatsächlich 23°C und strahlender Sonnenschein. Wir haben kein bisschen gefroren, und das ist das Schönste, was man über das Wetter Ende Oktober sagen kann (dass ich zwei Tage danach ne fette Erkältung hatte - so what? Einmal im Jahr erwischt es mich eh immer).

Vor der Allianz Arena

Das folgende Foto hat vermutlich Seltenheitswert, weil Getränke im Stadioninnern nämlich verboten sind. Wieso man uns dann erst damit reingelassen hat, war nicht nur dem Stadionfuzzi ein Rätsel, der uns erst rausschmeißen wollte, dann aber penetrant neben uns stehenblieb, bis wir ausgetrunken hatten. Ergebnis: Mir war schlecht. Ich kann immer nur am Anfang schnell trinken. Nach einem halben Glas / Becher, nehme ich nur alle paar Minuten einen Schluck. Genusstrinken halt, egal ob Wasser, Limo (bäh, eklig süß), Bier, Wein, whatever.

Weiterer negativer Effekt: Da es noch eine Stunde bis zum Spiel dauerte, klebte mir irgendwann die Zunge am Gaumen fest, ich wollte mich aber auch nicht mit einem Getränk alleine auf den Gang stellen. Ganz großartig.

Getränke sind in der Allianzarena verboten

Während der Wartezeit drang ständig Torjubel aus meiner Hosentasche. Ich habe (um meine Familie ein bisschen zu ärgern, glaube ich *g*) bei iLiga die Infos über Fortuna Düsseldorf abonniert. Leider passierte da gegen Paderborn nix Gutes:

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Am Ende stand eine bittere 1:6-Niederlage der Fortunen vor heimischer Kulisse, wie Sportreporter ja immer zu sagen pflegen. Tat mir echt leid, aber meiner Familie und dem Stadionsprecher in der Arroganz Arena auch nicht:

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Schon vor dem Spiel haben wir die Hertha angefeuert und die Bayern wedelten energisch mit ihren Fahnen dagegen an:

IMG 9609 from Petra A. Bauer on Vimeo.

Ob wir das Wunder schaffen könnten?

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Hertha wirkte von Beginn an hochmotiviert. Und nach wenigen MInuten geschah das, was ich mir gewünscht hatte, aber selbst kaum glauben konnnte:

Hertha führt

Kurz darauf dann der eben erwähnte Lattenknaller.

Latte

Hertha war wild auf den Sieg bis in die Haarspitzen. Sie störten früh und machten den Bayern das Leben schwer. So muss Fußball sein!

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Von oben im Gästeblock war nicht zu sehen, dass Kroos und Robben verletzt waren. Leider wurde Mario Götze eingewechselt und da ist er dann auch, der Konjunktiv: Hätte der Schiri nicht falsch herum entschieden, wäre dieses überflüssige Tor mit Sicherheit nicht gefallen:

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So gingen wir, anstatt verdient mit 2:0, leider mit blödem 1:1 in die Halbzeit. Die Stimmung unter den Herthafans war trotzdem gut. In der Bierholepause waren alle gut drauf:

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Leider ging es blöd weiter. Aus unserer Sicht sah es zumindest aus, als hätte Mandzukic im Abseits gestanden, aber das hatte Hosogai leider nicht bemerkt und hat das Abseits aufgehoben. Aber selbst wenn das 2:1 ein Abseitstor gewesen wäre - der Schiri hätte es mit Sicherheit trotzdem gegeben. Kennt man ja.

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Boah, das braucht doch kein Mensch. Noch so ein doofes Tor. Kraft haut wütend dreimal auf den Rasen und tritt gegen den Pfosten.

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Ganz ehrlich: Was mich immer am meisten trifft, ist der Torjubel der gegnerischen Fans. Das ärgert mich viel mehr, als das Tor selber und mehr als der Jubel der Mannschaft. Vor allem bei so einem Team. Weil man den Eindruck hat, dass die Arroganz wieder voll durchschlägt (nicht, dass wir das nicht auch könnten. Wir singen ja nicht umsonst: “Kniet nieder, wenn die Hauptstadt kommt” *g*). Es gibt Mannschaften, denen ich das durchaus gönne, aber doch nicht dem Fußball-Feindbild Nr. 1! Auch wenn ich zugeben muss, dass sie wirklich Traumfußball spielen. Bis auf Samstag den 26. Oktober. Da nicht. Da war Hertha spielerisch besser.

Aber da Beschwörungsformeln und ein bisschen Voodoo noch nie geschadet haben, kam der Anschlusstreffer unserer Hertha mit Ansage von mir:

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Ehrlich, wenn ich das hier nochmal so lese (hab das Posting erst am 2.1.. zuende geschrieben): ich habe WIRKLICH in meinem Leben noch nicht so gekreischt. Es ist schon faszinierend, was Fußball aus einem machen kann. Es macht wirklich richtig Spaß!

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Leider hat es dann am Ende doch nicht gereicht, aber es war trotzdem mit Abstand das beste Herthaspiel. Auch wenn wir am 10.8. sechs Tore gegen Frankfurt geschossen haben. Aber der FCB ist halt ein anderer Gegner und wir sahen so gut aus dabei!

Menno, HERTHA BSC war klar besser, das hätte ich nicht mal zu träumen gewagt, obwohl, doch, ja, ich bin schon vorher davon ausgegangen, dass sie unglaublich motiviert sein würden. Hauptgesprächsthema in der Halbzeit und nach dem Spiel war, wie gesagt: “Wäre doch der Lattenknaller 10 cm tiefer gewesen!” Dann hätten sie die drei Punkte auch mitgenommen. Zu ärgerlich, dass der FCB dann in der nächsten Woche wohl den HSV-Rekord der ungeschlagenen Heimspiele einstellen wird. Das hätten wir verhindern können.

Aber echt interessant, die Bayern-Fans sind ja insgesamt so emotionslos, dass es da nicht mal einen getrennten Eingang für die Gästefans gibt. Die Ordner waren irritiert, als wir danach fragten. Komische Leute. Und Bayern ist immer noch nicht überdacht (von wegen Otto Waalkes und Irrenanstalt).

Liveblogging zum Spiel (mit einem meiner Fotos von der Ankuft an der Arena) gab es übrigens hier:
Schade: Hertha unterliegt trotz starker Leistung beim FC Bayern mit 2:3

Übrigens: unter ich-hab-ein-fussballteam-zu-supporten.de kommt ihr bislang nur auf die Kategorie FUSSBALL in writingwomans Autorenblog, bis das richtige Blog fertig ist.

Und am nächsten Samstag (2.11.) empfangen wir Schalke 04 im Olympiastadion. Ich hoffe, die Gelsenkiiiiiierchener kriegen so richtig auf die Mütze. Selbstbewusst genug sollte Hertha jetzt sein :-)

Ha! Ho! He!

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Auf feindlichem Gebiet

Mit Herthaschal bei den Toten Hosen in Düsseldorf 2013Seit dem Skandal-Relegationsspiel Fortuna Düsseldorf gegen Hertha BSC lebt man ja ein bisschen gefährlich, wenn man Hertha UND Die Toten Hosen mag. Man (in diesem Falle: ich) ist immer irgendwie auf feindlichem Gebiet.

Montag, 21. Oktober 2013

Das fängt in der eigenen Familie an. Um Muttertag 2013 herum waren wir in Köln. Nicht wegen Muttertag, sondern weil Hertha beim FC spielte und wir vorher ein paar Tage drangehangen haben, mit unseren Hertha-Fan-Kindern (was drei von vier sind, plus Anhängsel von K4 minus K3, der war auf ner Regatta). Und weil wir so viel Zeit hatten, machten wir einen Ausflug.


K4: Mutter, wo fahren wir denn hin?

Mutter: Auf feindliches Gebiet.

K4: Ey, das ist nicht euer Ernst! Ihr verschleppt uns doch wohl nicht nach DÜSSELDORF?!

Mutter, diabolisch grinsend: Oooh doch!

K4 plus Anhängsel: Lasst uns bitte an der nächsten Ampel raus! Da gehen wir nicht hin! Scheiß Fortuna!

Anhängsel: Scheiß Tote Hosen!

Der Mann (denkt): Scheiß Tote Hosen!

Mutter: Könnt ihr das bitte mal trennen? Was könnnen denn die Hosen für ein paar Durchgeknallte, die den Schlusspfiff nicht abwarten können?

Anhängsel: Wer für die Toten Hosen ist, ist auch für Fortuna. (was er meint: Wer für die Toten Hosen ist, frisst auch kleine Kinder)

Der Mann (von heute aus betrachtet prophetisch): Die steigen sowieso wieder ab.

Mutter: Warum regt ihr euch dann auf? Ich fand das auch scheiße, aber dafür konnten weder Die Toten Hosen noch die Stadt was.

Es folgt eine längere, durcheinandergerufene “Erklärung”, weshalb sowohl die Hosen als auch Düsseldorf sehr wohl etwas dafür können würden. Einzelheiten erspare ich euch.

Mutter, mit Totschlagargument: Ich finde es toll, dass die Hosen ihre Tour-Sponsorengelder zur Rettung von Fortuna gestiftet haben. Es ist immer toll, wenn Fans zu ihrem Verein halten, egal, wer das ist. Denkt doch mal dran, wie die Union Fans mit ihrer eigenen Hände Arbeit die “Alte Försterei” in ein anständiges Stadion verwandelt haben. Das nenne ich Einsatz! Und wahres Fan-Sein.

Kollektives Schnaufen von der Rückbank: Scheiß Union!

* * *

Kürzlich war ich wieder in Düsseldorf. auf dem Abschlusskonzert der Hosen zur Krach der Republik-Tour. Mit Herthaschal. Ich sag euch, das ist so, als ob man mit Kind oder Hund spazieren geht. Alle naselang wird man angesprochen und angegrapscht.

Nie enden wollender Gesprächsstoff


Auf dem Konzert I:

Fortuna-Fan in voller Montur (FFivM) zu anderem FFivM: Kuck mal, die hat ernsthaft einen Herthaschal um.

Anderer FFivM: Die traut sich ja was!

FFivM zu mir: Du traust dich ja was!

Icke: Wat denn?

FFivM: Na, hier einfach so mit Herthaschal auftauchen. Das geht doch nicht.

Icke: Ich hab ein Fußballteam zu supporten. Genau wie ihr Fortuna unterstützt.

FFivM: Aber doch nicht Hertha!

Icke: Ick bin Berlinerin, ich darf das!

FFivM: Das war aber echt scheiße, was ihr damals* gemacht habt.

Icke: Halloooo? WER hat denn den Platz zwei Minuten vor Ende gestürmt? Das waren NICHT die Herthaner!

FFivM: Das waren WOHL auch die Herthaner!

Icke: Wir** haben aber nicht angefangen!

FFivM: Das war doch aber mal der Hammer, was Rehhagel erzählt hat.

Icke: Dafür kann ick aber nich!

FFivM: Aber du stehst mit nem Herthaschal hier!


Jetzt erkenne ich den tieferen Sinn des Ausspruchs: Einer für alle, alle für einen. Jedenfalls den ersten Teil davon. Im Grunde hab ich eben sowieso den falschen Spruch zitiert. War wohl eher so: Mitgefangen, mitgehangen. Ich hab die Haue für Hertha abbekommen. Obwohl Hertha ja nun echt nix dafür ... naja, ich denke meine Meinung zu dem Spiel ist klar, wa?

*mit “damals ist das o.g. Relegationsspiel gemeint
** bei Angriff wird solidarisch zum “wir” geswitcht


Auf dem Konzert II:


Frau aus Olpe, ohne Fanmontur (FaOoF), mit Blick auf meinen Schal: Ey, cool, Hertha! Kommst du aus Berlin?

Icke: Ja. Gestern angekommen.

FaOoF: Wow, bist du extra für das Konzert hierhergefahren?

Icke: Ja, bin ich.

FaOoF: Das ist ja suuupi!

Icke: Aber diesmal bleib ich ne Weile hier. Im Juni in Köln bin ich morgens hin und nach dem Konzert zurück. War 26 Stunden am Stück auf Achse.

FaOoF: Wahnsinn! Das ist ja suuupi!

Icke: Jetzt kommen sie gleich. Es läuft American Idiot. Bald kommt noch Song 2 und Blitzkrieg Bop. Und wenn sie dann You’ll never Walk alone vom Band gespielt haben, kommen die Hosen auf die Bühne und legen mit 3 Kreuze, dass wir hier sind los.

FaOoF: Echt? Das ist ja supi!


Auf dem Düsseldorfer Hauptbahnhof, nachts um eins:

Frau in DTH-Montur stürmt die Treppe rauf, starrt mich an, rennt direkt auf mich zu,

springt mir an die Kehle

rupft mir am Schal und starrt drauf, als hätte sie sowas noch nie gesehen.


Frau in DTH-Montur (FiDM): Nääää, nich dein Ärnst, oda? Hääääärthaa? Näääää!

Icke: Doch!

FiDM: Näääääää! Dat jeht doch nisch!

Icke: Doch geht das. Siehste ja.

FiDM: Aber doch nisch als Hooooosen-Fan!

Icke: Doch. Ich liebe halt beide.

FiDM: Nääääää, dat jeht doch nisch!

(Lässt meinen Schal los, geht kopfschüttelnd ab.)


Auf dem Düsseldorfer Hauptbahnhof, nachts um Viertel zwei, was für Nichtberliner Viertel nach eins ist:

Typ, vielleicht Ende Zwanzig, kommt die Treppen hoch, guckt sich suchend um.


Typ Ende Zwanzig (TEZ): Ey, cool, du bist Hertha-Fan? Warste auch bei den Hosen? Warteste auch aufn Zuch? Kommt überhaupt noch einer?

Icke: Das versuche ich auch grad rauszufinden.

TEZ: Kommst du aus Berlin? Musst du noch zurück?

Icke: Ja. Nee. Ich schlaf bei ner Freundin. Fahre erst Montag zurück.

TEZ: Berlin, krass, ey.  Wo musst’n jetzt hin?

Icke: Düsseldorf Rath. Das müsste die Bahn da Richtung Essen sein. Aber die kommt erst um halb 2. Wo musst du hin?

TEZ: Irgendwo in die Pampa. Ich penn da bei nem Freund.

Icke: Ach, du kommst auch nicht aus der Gegend?

TEZ: Nee, ich komm aus so nem Scheißkaff. Und kenn mich hier überhaupt nicht aus. Sag mal, wie alt bist du?

Icke: denkt: ??? sagt: Hmsbsmfl.

TEZ: Echt? Wahnsinnn, hätte dich für Gmzmbfm gehalten (verschätzt sich locker um 15 Jahre nach unten). So mit Chucks und Kapu, find ich echt cool ey. Hätt ich nicht gedacht für ne Hmsbsmfl-jährige. Bist du sicher, dass du wirklich so alt bist? Krass, ey.


Berlin, Olympiastadion, 19.10.2013, Hertha BSC gegen Mönchengladbach. Ich mit drei Herthaschals und DTH-Hoodie, denn es ist kalt.


Frau an der Einlasskontrolle (FadE): Neee, dit is jetz nich dein Ernst, oda?

Icke: Wat denn?

FadE: Na der Hosen-Pulli! Dit jeht ja jaaa nich. So lass ick dir nich ins Stadion.

Icke: Menno, ich liebe eben beide, das ist Schicksal.

FadE: Aber doch nich die Hooosen! Dit is Fortuuuna! Dit jeht jaaaa nich!


Wie ich schon sagte: Mitgefangen, mitgehangen. Hosen sind Fortuna, ich bin schuld am Platzsturm. Oder - weil ich grad beim Sprücheklopfen bin: Wie man es macht, macht man es verkehrt. Feindliches Gebiet ist überall.

So what. Und weil kürzlich jemand von Andrea Jürgens sprach:
Und daaaaaruuuum liiiebe ich ooiiich baaaaaiiiidäääää.
Bis zum bitteren Ende.

DTH, Düsseldorf, Esprit Arena IMG 9459 from Petra A. Bauer on Vimeo.

Blau-weiße Grüße

Petra
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Becherparade auf unserem Küchenschrank: Die Toten Hosen und Hertha BSC

 

Wochenende in Rom

Rom? Was soll ich in Rom? Das habe ich immer gedacht, und die Ewige Stadt kam auf meiner Liste der Städte, die ich mal besuchen wollte, überhaupt nicht vor. Glücklicherweise ließ ich mich eines Besseren belehren.

Sonntag, 05. August 2012

Colosseum bei Nacht

Foto: Petra A. Bauer, 2012. Colosseum bei Nacht.

Nachdem es aus urlaubstechnischen Gründen mit unserem New York Trip nicht klappte, schlug mein Liebster vor, an den Wochenenden Städtetouren zu unternehmen.

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Ich blogge über Fußball

GrafikDas hättet ihr nicht gedacht, was? Ich tue dies im Rahmen der Texttreff-Blogwichtelaktion, und zwar ausgerechnet in einem HSV-Blog ;-) Mehr über die Aktion erfahrt ihr hier. Den Weg zu allen bisher erschienenen Blogwichtel-Postings findet ihr im Texttreff-Blog.

Samstag, 17. Dezember 2011

Mein Gastbeitrag bei Manon Garcia heißt Ha, ho, hä? Ich wisst ja, ich bin Berlinerin :-)
Und Pabbles durfte auch wieder mitspielen:

PabblesFußball_fertig

2. Liga - na und?

Was ein echter Fan ist, der hält auch nach dem Abstieg zu Hertha :-)

Sonntag, 23. Mai 2010

Kind 3 hat das Schild ins Fenster gehängt, als der Abstieg im Prinzip klar war. Tapfer.
Und überhaupt: Ist ja nur für eine Saison.

Über dieses Blog

Wieso schreibt writingwoman / bauerngartenfee / mamaimjob jetzt noch über Fußball? Und wieso dieser seltsame Domainname? In diesem Posting, das mitnichten von 2010 ist, sondern von 2014 (und nur vordatiert wurde, damit es als erster Eintrag im Blog steht), werdet ihr alles Wissenwerte darüber erfahren. Wenn ihr noch mehr wissen wollt, könnt ihr eure Fragen auch einfach in der Kommentarsektion loswerden.

Freitag, 14. Mai 2010

Fangen wir mit der einfacheren Frage an:

Weshalb diese lange, komplizierte URL?

Es handelt sich um ein Zitat aus einem Song von Thees Uhlmann. Kennt ihr nicht? Das war der Frontmann der Hamburger Band Tomte, bis er sich entschloss, alleine weiterzumachen. Und wenn ihr Tomte auch nicht kennt, dann habt ihr aber zumindest von den Toten Hosen gehört. Und auf deren “Bergfest” der Krach der Republik-Tour im Juni 2013 im Kölner Rhein-Energie-Stadion, hörte ich Thees Uhlmann zum ersten Mal. Und der Refrain seines Songs 17 Worte ließ mich aufhorchen:

Wir singen, um uns zu erinnern
Meine Wahrheit in 17 Worten
Ich hab ein Kind zu erzieh’n
Dir einen Brief zu schreiben
Und ein Fußballteam* zu supporten

*Thees Uhlmann ist Fan vom FC St. Pauli. “Das hier ist Fußball” ist das Lied, das er für den Verein geschrieben hat.

“Jau, hab ich auch!”, dachte ich. Aber das war nicht immer so. Eigentlich noch gar nicht sooo lange. Im Grunde, seit ich die Dauerkarte meines Mannes übernommen hatte. In der Zweitligasaison langen die Spiele oft außerhalb des Wochenendes und da war er halt nicht in Berlin. Die Kinder standen damals schon in der Ostkurve. Natürlich auch mit Dauerkarte.

(Wenn euch die URL zu lang ist, könnt ihr auch einfach www.fussball-fee.de in die Browserzeile tippen)

Irgendwann kam von der Jüngsten zum ersten Mal die Frage, ob sie zu einem Auswärtsspiel fahren dürfe. Also schwang sich “Muddan”, wie ich von ihr liebevoll genannt werde, ins Auto und karrte sie und ihre Geschwister durch die Republik. Die Fragen und Fahrten häuften sich, und dann saß ich eines Tages um 3:00 Uhr früh in Berlin (und zwar in dem Berlin im US-Bundesstaat New Jersey) im Nachthemd an dem klapprigen Rechner in der Hotellobby und versuchte, genügend Tickets für das Spiel gegen St. Pauli zu ergattern. Spätestens dann war klar: In der nächsten Saison musste ein Auswärtsabo her. Was heißt eins? Vier! Drei Kinder und ich.

Ich fuhr nämlich schon lange nicht mehr nur als Mama-Langstreckentaxi mit, sondern hatte tatsächlich mein Herz an die Alte Dame Hertha verloren. Die Atmosphäre im Gästeblock bzw. in der Ostkurve, in der ich inzwischen auch hin und wieder auftauche, zieht mich einfach total in ihren Bann.

Dabei war es genau das, was mich früher gegruselt hatte. Ich erinnere mich an eine Saison, da war Blau-Weiß 90 in der Ersten Liga. Erinnert sich noch jemand an die? Ich ging mit meinem Mann und einem Kumpel ins Olympiastadion (da war es noch nicht umgebaut), und das Gebrüll und die Gesänge aus der Kurve verursachte mir Gänsehaut. Allerdings keine positive wie heute. Stattdessen musste ich die ganze Zeit ans Dritte Reich denken (vielleicht hatte die Architektur des Stadions auch ihren Anteil daran). Mir wurde die Macht klar, die eine große Gruppe von Leuten hat, und der man sich nur schwierig entziehen kann. Die dann alle “Ja!” brüllen, wenn jemand fragt: “Wollt ihr den totalen Krieg?”

Wisst ihr, was ich meine? Mir war das jedenfalls total unheimlich. Aber das war irgendwann in den 90ern und da hatte ich gar keine Beziehung zu all dem. Mehr zu meinem fußballrelevanten Vorleben könnt ihr hinter dem “weiterlesen” Button lesen.

Warum nun also dieses Fußballblog?

Weil meine Begeisterung (oder der Frust, je nachdem) ein Ventil braucht. Natürlich kann ich im Stadion jubeln oder meckern, aber vermutlich ist es eine Autorenkrankheit, das auch schriftlich verarbeiten zu wollen. Und da meine Verbandelung mit Hertha BSC aus diversen Gründen immer enger wird, bin ich froh, dass ich diese Plattform und die Möglichkeit habe, um mich auszutoben und euch hoffentlich auch möglichst lebendig daran teilhaben zu lassen. Und wer weiß, was sich noch so aus diesem Blog entwickelt. Ich habe jedenfalls einiges vor und hoffe, ihr begleitet mich dabei.

Wer hier allerdings nüchterne Spielberichte erwartet, wird enttäuscht sein. Das ist nicht meins. Ich bin kein Fußballexperte, ich bin Fan. Und reine Spielberichte - das posten schon genügend andere, die weniger blind sind und die einzelnen Spieler auf dem Feld besser erkennen ;-) Hier gibt es mehr so Rund-ums-Spiel-Erlebnis-Reiseberichts-Emotions-Schilderungen.

Und für den Fall, dass Manons HSV-Blog mitsamt meinem Fußball-Gastbeitrag mal aus dem Internet verschwinden sollte, habe ich hier (mit googlefreundlichem Blockquote) den Text für mich und euch konserviert. Am 17. Dezember 2011 schrieb ich dort zum Thema Petra & ihr fußballerisches Vorleben nämlich folgendes:

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