Einträge mit dem Tag: Hertha


Trauer, Freude, Frust spür’n wir Jahr für Jahr ...

... doch am Ende sind wir wieder für dich da!" Da war ne Menge Trauer und Frust zu verarbeiten in letzter Zeit. So als Hertha-Fan.

Samstag, 29. März 2014

Eigentlich. Eigentlich hatte ich am 22. März bloggen wollen. Und am 24. Und gestern. Aber ich war echt zu bedient.

Hertha-Niederlagen verdauen
Wunden lecken bei lieben Freunden in Schleswig Holstein. Foto: Michael Bauer


Spulen wir mal zurück. Der Ritt nach Mönchengladbach im Auto. Kein Ding, das bin ich ja gewöhnt, schließlich habe ich 2013 rund 10.600 Autobahnkilometer für Hertha gefressen. Außerdem, um der Wahrheit die Ehre zu geben, ist diesmal mein Liebster gefahren, der aus Zürich angeflattert war, um sich am nächsten Tag direkt über Los nach Gladbach zu begeben. Mit mir, Kind 3, Kind 4, Freund 1 und dessen Kumpel. Ein 18:30 -Spiel. Da hatte der Liebste keine Lust noch hinterher im Auto sitzen, also Hotel in Essen gebucht. Aber vorher das Spiel.

Dass Hertha zu Hause echt schlecht ist, daran haben wir uns in der Rückrunde gewöhnt. 1 Punkt bisher. aus einem 0:0 gegen Freiburg. Boah. Prädikat “schlechtestes Team der Rückrunde”. Aber auswärts war es bislang meist super. Ich denke immer wieder gerne an das Dortmund Spiel zurück. Danach hätte echt nicht Winterpause sein dürfen (ich habe vorhin Sommerpause gesagt, aber das kann bei dem Wetter schon passieren *g*).

Egal. Also Gladbach: Da ist es mir zum ersten Mal passiert, dass ich den Tränen nah war, und das nicht, weil sich so ein Halbidiot aus den eigenen Reihen mit uns prügeln wollte. Sondern weil Hertha spielte, als wären sie gar nicht da.

Übrigens, Jungs, und das gilt für alle Spiele, und ich wollte das schon lange mal loswerden:

Ich habe so oft den Eindruck, ihr wollt den Ball mit einem Körbchen ins Tor tragen, und Kuchen und Wein für die Großmutter habt ihr auch noch dabei. Das funktioniert aber so gut wie nie. Dieses Gewurschtel vor dem Tor führ zu genau gar nix. Das sollte euch auch schon aufgefallen sein. Eure Distanzschüsse dagegen feiere ich, selbst wenn sie auch nicht zum Tor führen. Da ist nämlich meist die einhellige Meinung aller Umstehenden: Endlich haben sie es mal versucht! Und nur so kann auch mal ein abgefälschter Ball versehentlich zum Torerfolg führen.

Und Gladbach war nicht gerade unschlagbar. 3:0 verloren, einfach unfassbar. Es war oben kein Witz - ich habe mit den Tränen gerungen. Weil das wieder mal völlig unnötig war.

Petra in Gladbach
Da lacht se noch. Petra in Gladbach. Foto: Michael Bauer


Wir haben uns anschließend mit riesigen Burgern in Essen getröstet. Essen in Essen halt. Und Frühstück gab es am nächsten Morgen in Hotelnähe in einem Sixties-Diner, bei dem wir uns direkt in Teil 1 von Zurück in die Zukunft katapultiert fühlten.

Diner im Zurück-in-die-Zukunft-Style

DIe Bedienung gab uns den Tipp, doch aufs Gasometer in Oberhausen zu klettern, um einen schönen Ausblick über den Pott zu bekommen. Denn dank Juli Pott und ihrer unermüdlichen Werbung für den Ruhpott, wollte ich gerne mehr davon sehen. Außerdem ist es schade, wenn eine Auswärtsfahrt immer nur aus hindüsen, im Stadion warten, Spiel gucken, zurückfahren besteht. Wenn ich schon Tausende von Kilometern abreiße, möchte ich gerne auch was von der Gegend kennenlernen.

Gasometer Oberhausen

Das (Der?) Gasometer in Oberhausen. Foto: Petra A. Bauer

Und irgendwie war es ja fast klar: Das Ding hatte geschlossen:

Das Gasometer hatte geschlossen.

Stattdessen sind wir dann nach nebenan zur Zeche Osterfeld gegangen auf auf ein ... Dings geklettert:

Zeche Osterfeld

Oben trafen wir noch auf einen Trupp Geocacher getroffen, die angeseilt die höchste Spitze erklommen haben. Vergeblich, denn der Cache war verschwunden.

Auf dem Gelände steht auch etwas, das ich identifizieren konnte. Das muss ein Förderturm sein:

Förderturm Zeche Osterfeld

Dann mussten wir auch los, denn auf dem Weg nach Berlin liegt Bielefeld. Und wir wollten noch eben das Spiel der Arminia gegen Cottbus mitnehmen. Wir waren auch eigentlich pünktlich da. Dann haben uns die Ordner in ein Parkhaus geschickt, das offenbar in Weitwegien lag. Und da wir von der falschen Seite kamen, in den Gästeblock wollten und von der Polizei stattdessen in ein Kleingarten-Labyrinth geschickt wurden, haben wir uns erst kurz vor Ende der ersten Halbzeit bei den Cottbussern eingefunden. Karten mussten für uns nämlich auch noch extra nachgedruckt werden, weil die Arminen nicht mit so vielen Gästefans gerechnet hatten.

Ticket Bielefeld vs. Cottbus

DIe Stimmung dort war aber bestens. “Wir lie-ben Cott-buuus!” sangen alle, und wir achteten sehr genau darauf, dass nirgendwo mehr ein verräterisches hertha-Emblem zu sehen war. Man weiß ja nie ... Letztlich hat Cottbus die Partie auch noch souverän gewonnen. Nur genutzt hat es leider nichts. Wieder ein ostdeutscher Verein weg aus der 2. Liga. Schon schade. Und das sage ich als Wessi.

Gästeblock Cottbus in Bielefeld

Gegen Bayern im heimischen Stadion gab es dann noch mehr Frust über das Ergebnis und die komischen Entscheidungen. Und Ärger darüber, dass unser Just Pay-Bezahlsystem plötzlich ausgesetzt wurde, weil den Bayern der Rote Teppich ausgerollt wurde (oder weil sie die FCB-Fans für zu doof hielten, sich eine Bezahlkarte zu kaufen, so wie wir anderen das auch alle tun müssen). Also war Barzahlung plötzlich möglich. Muss man alles nicht verstehen.

So, genug geschrieben für heute. Es ist nämlich schon morgen.


Wollige Hertha-Unterstützung

Strickzeug blau-weißImmer nur Socken stricken ist auf Dauer langweilig und für größere Projekte habe ich meist nicht genügend Durchhaltevermögen. Aber die gekaufte Herthamütze aus dem Dortmund-Posting rutscht immer so doof hoch - da war Eigeninitiative gefragt:

Montag, 24. Februar 2014

Hertha Mütze selbstgestrickt in zweifarbigem Patentmuster

Ich hab mich für zweifarbiges Patentmuster [hier ein Anleitungsvideo von eliZZZa] entschieden - das Bündchen ist eins rechts, eins links. Ich habe Merinowolle in Kobaltblau* und Weiß* von Lana Grossa benutzt. Lasst euch nicht durch die falsch abgebildeten Farben irritieren.

Die Pudelmütze passt perfekt (81 Maschen angeschlagen mit Nadel 4,5 mm) und rutscht nicht, obwohl die dicke Bommel (oder heißt es der Bommel?) ganz schön schwer ist. Wenn ihr also künftig ein längsgestreiftes Bommelmützendingsi Im Olympiastadion oder bei Auswärtsspielen seht, dann bin ich das ;-)

Liebe Grüße und #hahohe
Petra

*Affliate-Link - Mit einem Klick könnt ihr unsere Arbeit unterstützen. Wir danken euch von Herzen Vielen herzlichen Dank!

Imtech-Arena en miniature

Ich wünsche allen Lesern des Autorenblogs - und heute auch allen Fußballfans - ein fantastisches neues Jahr! Unser 2014 begann schon sehr gut: Wir sind mit dem Hubschrauber über die Imtech Arena geflogen ;-)

Samstag, 04. Januar 2014

Imtech Arena im Miniatur Wunderland

Foto: Petra A. Bauer. Imtech Arena im Miniatur-Wunderland

Nur ein Witz. Schaut mal genauer hin: Sieht aus, wie das Stadion des HSV, ist auch nach den Plänen gebaut, aber es ist die Mini-Ausgabe. “Nur” ein Modell.  Wir waren nämlich am 2. Januar im Miniatur Wunderland in der Hamburger Speicherstadt. Obwohl wir ja bekanntlich keine HSV-Fans sind (hätten die nicht wenigstens das St. Pauli Stadion am Millerntor nachbauen können? *g*), war es wirklich sehr beeindruckend. Es lief auch ein Spiel gegen St. Pauli :-)

Allerdings kamen die St. Paulianer nicht gut dabei weg. Sie wurden heftig geschlagen. Und das, trotz des sympathischen Transparents in der St. Pauli-Gästekurve:

St. Pauli Gästekurve im Miniatur-Wunderland

Foto: Petra A. Bauer. St. Pauli Gästekurve im Miniatur-Wunderland

Ich finde es einfach gigantisch, was die Mitarbeiter für eine Fummelarbeit geleistet haben, mit den ganzen Männchen. Und überhaupt ist die ganze Konstruktion super. Nur Pyro fehlt ;-)

Gästekurve der Imtech Arena im Miniatur Wunderland

Foto: Petra A. Bauer. Gästekurve der Imtech Arena im Miniatur Wunderland

Wir waren jedenfalls sehr begeistert, nicht nur von der Nachbildung der Imtech-Arena.

By the way: Sehen wir uns dort am 8. Februar? HSV - Hertha. Und da sieht das Ergebnis dann hoffentlich nicht aus, wie auf dem Foto oben ;-)

Alles Liebe

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Das Wunder von Dortmund: Hertha besiegt den BVB! 1 : 2

Samstagmorgen, 5:50 Uhr, der Wecker klingelt und holt mich aus dem Vollkoma. Wenn die Kinder nicht wären, ich wäre in dem Moment wohl liegen geblieben. Ich hab nicht gezählt, wieviel tausend Kilometer ich in 2013 zu Hertha-Auswärtsspielen quer durch die Republik gefahren bin. Und nun ne Klatsche in Dortmund abholen. Ächz. Wieder das andere Ende von Deutschland. Andererseits ist die Borussia mein zweitliebster Bundesligaverein hinter Hertha. Woran sicher Jürgen Klopp die Schuld trägt, ich gebe es ja zu. Und weil ich ja irgendwo schon noch ein Mädchen bin, liebe ich auch die Farben. Schwarz-Gelb, einfach geil. Ok, dann stehe ich halt auf.

Sonntag, 22. Dezember 2013

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Die “Wand” im Signal-Iduna-Park hatte ne sehr coole Choreo

Wir fahren um zwanzig nach sieben los, wer weiß, wieviel Staus uns auf der A2 erwarten. Aha, genau gar keine. Ups, nach vier Stunden haben wir die Strecke Berlin - Dortmund bewältigt, und dabei bin ich nicht mal besonders schnell gefahren. Geblitzdingst wurde ich trotzdem, weil ich eine doppelte Reihe LKWs überholen musste, vielen Dank auch.

Trotz Futterpause am Dortmunder Stadtrand, waren wir zweieinhalb Stunden vor Anpfiff im Stadion. Viel Zeit um sich auszumalen, wie es ohne Thomas Kraft im Tor wohl laufen würde. Immerhin ist Marius Gersbeck, die Vertretung, gerade mal 18 und hat null Erfahrung. Genau genommen ist es sein Debüt bei Hertha im Tor. Beim Warmmachen beäugten nicht nur wir den “Kleenen” skeptisch, sondern auch Jürgen Klopp stand mitten auf dem Feld und sah, wie geschickt unsere Nummer 35 jeden Ball souverän fing.


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Vor dem Spiel blieb noch reichlich Zeit, um sich über den Spielausgang Sorgen zu machen. Foto: Michael Bauer


Für den Keeper Marius Gersbeck ging ein Kindheitstraum in Erfüllung. Sonst steht er nämlich als Zuschauer in der Gästekurve (und zu Hause natürlich in der Ostkurve).

Die Dortmunder Südtribüne war lauter als alles, was ich auswärts bisher gehört habe. Aber nicht umsonst ist der Ruf der “Wand” legendär. Wen es interessiert: es gibt eine sehr schöne Dokumentation darüber auf DVD: Wir, die Wand*. Ich hab sie kürzlich im Fernsehen gesehen und weiß nun endlich auch wer “Borsti” ist. Sein Banner kann man ja überall am Spielfeldrand sehen, egal wo der BVB auch spielt.

Jedenfalls haben wir tapfer gegen den Borussengesang angesungen. Dabei hätte ich gerne mehr von der Atmosphäre “drüben” mitbekommen, denn wie gesagt: ich bin ja schon auch BVB-Fan. Und beinahe hätte ich gedacht, dass ich deswegen auch ein Unentschieden gut finden würde. Wobei ein Unentschieden ja bei den gestrigen Rahmenbedingungen eher illusorisch war.

Ich hätte mir jedoch gar keine Gedanken machen müssen, denn spätestens nach 7 Minuten war wieder sehr klar, für wen mein Fußballherz schlägt: Der arme Marius Gersbeck bekam von Reus einen Ball in die Hütte gezimmert und sah bei der Aktion auch gar nicht mal so gut aus. Oje, das gibt ne zweistellige Packung!, dachte sicher nicht nur ich. Aber die Hertha packte mit einem Mal ihren Kämpfergeist aus. Und spätestens, als Ramos den Ausgleich schoss, war auch bei mir keine Rede mehr von “Unentschieden wär eigentlich gut”. Nix da. Wir haben die Chance beim großen BVB zu gewinnen, und wir werden sie nutzen! Schließlich haben wir gegen Bayern 1:0 geführt und hätten dort tatsächlich gewinnen können. Wir sahen auch gegen Leverkusen sehr gut aus. Wieso sollte es also nicht möglich sein, die Borussia einzusacken? Zumal Gersbeck plötzlich supergut hielt, als wollte er seinen Fehler ausradieren. Den BVB unterstützen kann ich ja später wieder. Wenn sie nicht gegen Hertha spielen.

War ich beim 1:1 schon am Quieken, so bin ich beim 2. Tor von Hertha vollends ausgeflippt. Wir führen! In Dortmund! Bei Jürgen Klopp und dem tollen Team! Kurz drauf der Halbzeitpfiff. Wow!

In der zweiten Hälfte ging es dann ziemlich zur Sache und ich habe garantiert einen Satz graue Haare angelegt. Das Hertha-Gehäuse direkt vor der Nase, konnte ich gar nicht anders, als meine Umgebung mit dem Torverhinderungs-Voodoo zu nerven. Immer, wenn ein direkter Angriff auf unseren Kasten begann ging es los: “Nein, nein. Kein Tor. Keeiin Tor! Neinnein! NEIN!” Und dann immer das Aufatmen.

Der absolute Knaller war aber die Nachspielzeit. Vier Minuten, ok. Wie ein weichgekochtes Ei, aber wir wollten uns nicht weichkochen lassen. Anscheinend wollte sich Schiedsrichter Gagelmann dann aber doch dafür rächen, dass ihn einige Trottel aus unserer Kurve schon vor Spielbeginn, als er mit den anderen drei Schiris im Anzug übers Feld spazierte, mit dem F-Wort bedachten, und ich meine das mit den fünf Buchstaben. Oder er hatte auf Untentschieden gewettet, jedenfalls hatten wir alle den Eindruck, er wollte erst abpfeifen, wenn der BVB doch noch den Ausgleich schafft.

Aber die Hertha wehrte sich und ich war mit meinem Voodoo schon fast am Ende, als endlich, endlich der Abpfiff kam. Das Unfassbare war geschehen: Hertha hatte den BVB besiegt!

Yeeeeeaaaaahhhh!

GrafikWas für ein geiles, unterhaltsames, spannendes Spiel! Und wie süß, als Marius Gersbeck über den Zaun in die Gästekurve kletterte, sich das Megaphon von Heidi (unserem Capo) schnappte und lautstark mitfeierte. Großartige Leistung, Kleener! Applaus, Applaus, Applaus! Leider mit der iPhone4-Kamera kaum zu erkennen, aber ich hab es trotzdem mal hier dazugetan.


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Die Herthaner bedanken sich bei ihren Fans und umgekehrt

Die Pressekonferenz


Heute Morgen haben wir dann die Pressekonferenz geschaut. Jos Luhukay (danke für alles übrigens!) war selbstverständlich happy und stolz darauf, was seine Jungs alles zustande gebracht haben. Und dann Jürgen Klopp. So habe ich ihn noch nie gesehen. Ein Häufchen Elend sieht dagegen nach Extasy-Trip aus. Da tut es einem ja fast schon leid, gewonnen zu haben. Aber nur fast ;-)

Jedenfalls war es nicht so gedacht, dass der gegnerische Trainer beinahe zum “Träner” wird. Jetzt ist ja auch erstmal Winterpause. Danach wird es auch für Dortmund wieder besser.

Kopf hoch, Kloppo! Das wird wieder. Und dich kann sowieso niemand feuern, sonst ist die Hälfte der BVB-Fans nämlich auch weg ;-)

Und für alle, die die PK nicht gesehen haben, habe ich sie hier nochmal für euch:

 

Pressekonferenz nach dem Spiel am 21.12.2013 mit Jos Luhukay und Jürgen Klopp.

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Danke, BVB! Wir kommen gerne wieder. Die BVB-Fans waren auch nach dem Spiel echt nett zu uns. So soll Fußball sein - spannend und fair! Das war ein tolles Weihnachtsgeschenk :-)

Und unseren Jungs von der Hertha wünsche ich natürlich auch eine schöne Winterpause. Euch, euren Familien, meinen Lesern und allen Fußballfans schöne Weihnachten und einen guten Rutsch in ein geiles 2014!

Alles Liebe

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* Affiliate Link


 

 

 

Über dieses Blog

Wieso schreibt writingwoman / bauerngartenfee / mamaimjob jetzt noch über Fußball? Und wieso dieser seltsame Domainname? In diesem Posting, das mitnichten von 2010 ist, sondern von 2014 (und nur vordatiert wurde, damit es als erster Eintrag im Blog steht), werdet ihr alles Wissenwerte darüber erfahren. Wenn ihr noch mehr wissen wollt, könnt ihr eure Fragen auch einfach in der Kommentarsektion loswerden.

Freitag, 14. Mai 2010

Fangen wir mit der einfacheren Frage an:

Weshalb diese lange, komplizierte URL?

Es handelt sich um ein Zitat aus einem Song von Thees Uhlmann. Kennt ihr nicht? Das war der Frontmann der Hamburger Band Tomte, bis er sich entschloss, alleine weiterzumachen. Und wenn ihr Tomte auch nicht kennt, dann habt ihr aber zumindest von den Toten Hosen gehört. Und auf deren “Bergfest” der Krach der Republik-Tour im Juni 2013 im Kölner Rhein-Energie-Stadion, hörte ich Thees Uhlmann zum ersten Mal. Und der Refrain seines Songs 17 Worte ließ mich aufhorchen:

Wir singen, um uns zu erinnern
Meine Wahrheit in 17 Worten
Ich hab ein Kind zu erzieh’n
Dir einen Brief zu schreiben
Und ein Fußballteam* zu supporten

*Thees Uhlmann ist Fan vom FC St. Pauli. “Das hier ist Fußball” ist das Lied, das er für den Verein geschrieben hat.

“Jau, hab ich auch!”, dachte ich. Aber das war nicht immer so. Eigentlich noch gar nicht sooo lange. Im Grunde, seit ich die Dauerkarte meines Mannes übernommen hatte. In der Zweitligasaison langen die Spiele oft außerhalb des Wochenendes und da war er halt nicht in Berlin. Die Kinder standen damals schon in der Ostkurve. Natürlich auch mit Dauerkarte.

(Wenn euch die URL zu lang ist, könnt ihr auch einfach www.fussball-fee.de in die Browserzeile tippen)

Irgendwann kam von der Jüngsten zum ersten Mal die Frage, ob sie zu einem Auswärtsspiel fahren dürfe. Also schwang sich “Muddan”, wie ich von ihr liebevoll genannt werde, ins Auto und karrte sie und ihre Geschwister durch die Republik. Die Fragen und Fahrten häuften sich, und dann saß ich eines Tages um 3:00 Uhr früh in Berlin (und zwar in dem Berlin im US-Bundesstaat New Jersey) im Nachthemd an dem klapprigen Rechner in der Hotellobby und versuchte, genügend Tickets für das Spiel gegen St. Pauli zu ergattern. Spätestens dann war klar: In der nächsten Saison musste ein Auswärtsabo her. Was heißt eins? Vier! Drei Kinder und ich.

Ich fuhr nämlich schon lange nicht mehr nur als Mama-Langstreckentaxi mit, sondern hatte tatsächlich mein Herz an die Alte Dame Hertha verloren. Die Atmosphäre im Gästeblock bzw. in der Ostkurve, in der ich inzwischen auch hin und wieder auftauche, zieht mich einfach total in ihren Bann.

Dabei war es genau das, was mich früher gegruselt hatte. Ich erinnere mich an eine Saison, da war Blau-Weiß 90 in der Ersten Liga. Erinnert sich noch jemand an die? Ich ging mit meinem Mann und einem Kumpel ins Olympiastadion (da war es noch nicht umgebaut), und das Gebrüll und die Gesänge aus der Kurve verursachte mir Gänsehaut. Allerdings keine positive wie heute. Stattdessen musste ich die ganze Zeit ans Dritte Reich denken (vielleicht hatte die Architektur des Stadions auch ihren Anteil daran). Mir wurde die Macht klar, die eine große Gruppe von Leuten hat, und der man sich nur schwierig entziehen kann. Die dann alle “Ja!” brüllen, wenn jemand fragt: “Wollt ihr den totalen Krieg?”

Wisst ihr, was ich meine? Mir war das jedenfalls total unheimlich. Aber das war irgendwann in den 90ern und da hatte ich gar keine Beziehung zu all dem. Mehr zu meinem fußballrelevanten Vorleben könnt ihr hinter dem “weiterlesen” Button lesen.

Warum nun also dieses Fußballblog?

Weil meine Begeisterung (oder der Frust, je nachdem) ein Ventil braucht. Natürlich kann ich im Stadion jubeln oder meckern, aber vermutlich ist es eine Autorenkrankheit, das auch schriftlich verarbeiten zu wollen. Und da meine Verbandelung mit Hertha BSC aus diversen Gründen immer enger wird, bin ich froh, dass ich diese Plattform und die Möglichkeit habe, um mich auszutoben und euch hoffentlich auch möglichst lebendig daran teilhaben zu lassen. Und wer weiß, was sich noch so aus diesem Blog entwickelt. Ich habe jedenfalls einiges vor und hoffe, ihr begleitet mich dabei.

Wer hier allerdings nüchterne Spielberichte erwartet, wird enttäuscht sein. Das ist nicht meins. Ich bin kein Fußballexperte, ich bin Fan. Und reine Spielberichte - das posten schon genügend andere, die weniger blind sind und die einzelnen Spieler auf dem Feld besser erkennen ;-) Hier gibt es mehr so Rund-ums-Spiel-Erlebnis-Reiseberichts-Emotions-Schilderungen.

Und für den Fall, dass Manons HSV-Blog mitsamt meinem Fußball-Gastbeitrag mal aus dem Internet verschwinden sollte, habe ich hier (mit googlefreundlichem Blockquote) den Text für mich und euch konserviert. Am 17. Dezember 2011 schrieb ich dort zum Thema Petra & ihr fußballerisches Vorleben nämlich folgendes:

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